Dipl.-Chem. Johannes Schäffer - LCVT

Die Zukunft muss heute gedacht werden Prof. Dr. Andreas Jess, Lehrstuhl für chemische Verfahrenstechnik an der Universität Bayreuth, über die Zukunftsfähigkeit seiner Wissenschaft, Ethos und die Frage, wie viel Erde braucht der Mensch.
Gefragt sind Studenten und Absolventen, welche sich im Rahmen einer Studien-, Teamprojekt-, Bachelor-, Master- , Diplom- oder Doktorarbeit auch im Rahmen einer Industriekooperation mit verschiedensten Fragestellungen der chemischen Verfahrenstechnik beschäftigen möchten.
Zusammen mit Prof. Peter Wasserscheid vom Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der Universität Erlangen/Nürnberg veröffentliche Prof. Andreas Jess im Februar 2013 das Fachbuch mit dem Titel "Chemical Technology - An Integrated Textbook" .

Dipl.-Chem. Johannes SchäfferSchäffer

wiss. Mitarbeiter


seit 01.10.2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik tätig.

 

 

Forschungsgebiete:

  • Ionische Flüssigkeiten (ILs) in der Katalyse 

  • Mizellar-katalytische Epoxidierung von Cycloocten mit ionischen Flüssigkeiten

Die Epoxidierung stellt einen wichtigen Schritt in der Wertschöpfung von Olefinen dar, da die Epoxide entscheidende Zwischenprodukte in der Herstellung industrieller Endprodukte sind. Neben den technisch bedeutenden Vertretern Ethylenoxid und Propylenoxid kommt auch den Epoxiden langkettiger Olefine große Bedeutung zu, z.B. in der Verwendung als Reaktivverdünner, als Comonomer oder als Intermediat für Feinchemikalien [1]. Bei deren Herstellung liegt das Oxidationsmittel H2O2 in der wässrigen Phase vor, während das hydrophobe Olefin eine separate organische Phase bildet. Die niedrige Löslichkeit des Olefins in der wässrigen Phase und von H2O2 in organischer Phase limitiert dabei die Reaktivität. Phasentransferkatalysatoren sind ein probates Mittel, um diesen Nachteil zu beheben [2, 3]. Alternativ bieten sich mizellar-katalytische Systeme an, in denen die Bildung von Mizellen die Löslichkeit der organischen in der wässrigen Phase erhöht und dadurch zu einer höheren Aktivität führt [4]. Markovits et al. berichteten 2013 erstmals, dass die bisher als katalytisch inaktiv geltenden Perrhenatanionen in Form von imidazoliumbasierten ionischen Flüssigkeiten (ILs) die Epoxidierung von Cycloocten mit Wasserstoffperoxid hochselektiv katalysieren [5, 6]. Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der mechanistischen und kinetischen Beschreibung der perrhenatkatalysierten Epoxidierung sowie auf deren reaktionstechnischer Umsetzung.

[1] G. Sienel, R. Rieth, K. Rowbottom: Epoxides, in: Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, Weinheim, 2012.
[2] E. V. Dehmlow, S. S. Dehmlow, Phase Transfer Catalysis, Wiley-VCH, Weinheim, 1993.
[3] S.-S. Wang, G.-Y. Yang, Chem. Rev. 2015, 115, 4893-4962.
[4] J. H. M. Heijnen et al., Chem. Eng. Proc. 2003, 42, 223-230.
[5] I. I. E. Markovits et al., Chem. Eur. J. 2013, 19, 5972-5979.
[6] M. Cokoja et al., ChemSusChem 2016, 9, 1773-1776.



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